Beitrag steuerlich geltend machen

Auch im Jahr 2017 werden Tausende Erwerbstätige eine Steuerrückzahlung erhalten, da Sie Ihre Anträge auf Steuerrückerstattungen gestellt haben. Vieles muss dabei bedacht, keine Sonderausgabe darf vergessen werden.

Beitrag steuerlich geltend machen

Im Zuge der letzten Steuerreform wurde seitens der Regierung die „antragslose Arbeitnehmerveranlagung“ verabschiedet, die erstmals für das Steuerjahr 2017 zur Anwendung kommt und Steuerpflichtigen diese Arbeit ab 2018 ein Stück weit erleichtern soll.

Ziel der Neuerung ist es, so das Finanzamt in seiner Begründung der „antragslosen Arbeitnehmerveranlagung“, die Steuerrückerstattungen zu erleichtern, indem Sonderausgaben automatisiert ans Finanzministerium gemeldet werden. Zu diesen Sonderausgaben zählen auch Kirchenbeiträge. Deshalb wurden im Zuge der Neuerung jene Glaubensgemeinschaften Österreichs, die einen Kirchenbeitrag einheben, dazu verpflichtet, ab 1.1.2017 alle eingelangten Kirchenbeiträge zur Berücksichtigung als Sonderausgaben in der Arbeitnehmer- bzw. Einkommensteuerveranlagung elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln.

Kirche in der Pflicht 

Es ist gesetzlich vorgesehen, dass die Kirchenbeiträge ausschließlich auf Grundlage einer solchen Datenübermittlung im Bescheid berücksichtigt werden. Somit erfolgt diese Meldung für alle im Jahr 2017 einbezahlten Kirchenbeiträge automatisch, eine Geltendmachung in der Steuererklärung ist nicht mehr erforderlich.

Die automatische Berücksichtigung erfolgt in jedem Einkommensteuerbescheid, egal ob auf Grundlage einer Erklärung zur Arbeitnehmerveranlagung (L 1) oder einer Einkommensteuererklärung (E 1). Ein auf Grundlage dieser Erklärungen ergangener Bescheid ist rechtlich stets ein Einkommensteuerbescheid.

Kein Datenaustausch

Die Meldung eines bezahlten Kirchenbeitrages an das Finanzamt findet so verschlüsselt statt, dass nur das Finanzministerium die gemeldeten Kirchenbeiträge den Steuerpflichtigen zuordnen kann. Die Kirchenbeitragsstellen erhalten – wie bisher – seitens des Finanzamtes keine Informationen über das zu versteuernde Einkommen der Kirchenbeitragspflichtigen. Die erfolgte Meldung des bezahlten Kirchenbeitrags an das Finanzamt kann seitens der Kirche innerhalb von drei Monaten nochmals korrigiert werden.

Verzichtsoption

Beitragszahlerinnen und -zahlern der Kirchen in Österreich steht es frei, auf die automatische Meldung an das Finanzamt zu verzichten. Wird die Meldung untersagt, so ist der Kirchenbeitrag nicht mehr absetzbar. Sofern ein Kirchenmitglied die automatische Meldung ablehnt, so muss dies innerhalb von vier Wochen bei der betreffenden Kirchenbeitragsstelle gemeldet werden. Wird die Meldung nicht untersagt, so erfolgt die steuerliche Berücksichtigung – wie beschrieben – bei allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern automatisch.

Die Meldung muss mittels eines Formulares erfolgen, das unter folgendem Link herunter geladen werden kann.
Download Formular zur Untersagung

Nur das laufende Jahr gilt

Weiterhin bleiben 400 Euro Kirchenbeitrag pro Jahr steuerlich absetzbar. Seitens der Kirche werden alle eingehende Kirchenbeiträge an das Finanzamt gemeldet. Damit werden auch Kirchenbeitragsrückstände, die im Jahr 2017 bezahlt werden, im Rahmen der Veranlagung für dieses Jahr angerechnet und nicht für jenes Jahr, dem der Rückstand zuzurechnen ist. Es empfiehlt sich somit, den Kirchenbeitrag regelmäßig zu bezahlen, da eine Nachzahlung, die in Summe mehr als 400 Euro ausmacht, nicht mehr gänzlich absetzbar ist.

Für Fragen rund um die Absetzbarkeit Ihres Beitrages sind wir gerne für Sie da.
Schreiben Sie uns.

Weitere Information zur Veranlagung finden Sie
auf der Seite des Bundesministeriums für Finanzen.

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