Beitrag und Gerechtigkeit

Gott ist gratis, heißt es auf dem Logo unserer Initiative zum Kirchenbeitrag. Dieser Schriftzug wird Ihnen noch oft begegnen. Weil wir es ernst meinen. Weil es kein „Wenn und Aber“ dazu gibt.
Beitrag und Gerechtigkeit

Mit dieser Grundhaltung arbeiten Haupt- und Ehrenamtliche, wirken Engagierte, stehen Orte der Begegnung in ganz Österreich: Gott ist gratis. Sein Werk sucht Erfüllung. Und diese lebt - auch - vom Kirchenbeitrag.

Und damit wird ab 2016 das Kirchenbeitragswesen verändert. Viele Gemeindemitglieder zahlen nach genauer Berechnung. Andere wiederum zahlen nach Schätzung. Die einen legen ihren Einkommensnachweis vor. Die Berechnungen der anderen Kirchenbeiträge stützen sich auf Einstufungen.

Wahrnehmung von "Kirche"
Die Schere der Wahrnehmung von Kirche geht weit auseinander. Auf der einen Seite stehen „Leistungen“ wie Kindergottesdienste, die Jugendarbeit, die Taufe, die Konfirmation und auch die Trauung sowie nicht zuletzt gut und sensibel gestaltete Beerdigungen. Dazu kommen zahlreiche Bildungsveranstaltungen, der Erhalt von Gebäuden, verbunden mit der Schaffung von Begegnungsstätten, die allen Menschen offen stehen, unzählige Interessenskreise und nicht zuletzt hunderte wöchentlich stattfindende Gottesdienste. Auf der anderen Seite steht oftmals nur ein Satz: Ich kann auch ohne Kirche glauben.

„Das ist wahr“, sagt Kirchenrat Walter Gösele, „das kann man. Gott ist gratis. Er bleibt es selbstverständlich auch. Kirche hingegen kann nicht gratis sein, so sehr wir uns das wünschen“. Walter Gösele ist zuständig für das österreichische Kirchenbudget, und damit auch für den Kirchenbeitrag.

Veränderungen 2016
Die  erster Schritt zur neuen Berechnung sind detaillierte Daten der Statistik Austria, die mit dem Jahr 2016 herangezogen werden. Daten, die jährlich aktualisiert werden. „Ein bislang schon auf Basis des realen Einkommens ermittelter Kirchenbeitrag wird nachhaltig niedriger sein als in den Vorjahren“, stellt der Finanzfachmann in Aussicht. Die beste Basis jedes „fair berechneten Beitrags“ allerdings ist und bleibt das Gespräch.

Ob Sie Ihren Beitrag gerne bezahlen hängt in Summe von anderen Überlegungen ab: Zahle ich gerne für meine Kirche, in der Männer und Frauen in allen Ämtern gleichberechtigt sind? Zahle ich gerne für meine Kirche, in der jeder Mensch willkommen ist, unabhängig von seinen Lebensentwürfen?  Zahle ich gerne für meine Kirche, in der sich Laien und Geistliche auf gleicher Augenhöhe begegnen und Entscheidungen demokratisch getroffen werden?

Details zu den vielen Angeboten Ihrer Kirche finden Sie in unserer Artikelbox „Aufbauend in vielen Lebensbereichen“. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim „Eintauchen in Ihre Glaubensgemeinschaft“ und bedanken uns für die bisher geleisteten Kirchenbeiträge!

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Aufbauend in vielen Lebensbereichen

Sie haben den automatisch veranlagten Kirchenbeitrag, den Sie 2017 überwiesen haben, auf Finanz-Online nicht gefunden? Das kann verschiedene Gründe haben und sollte unbedingt überprüft werden.
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Fragen „rund um Ihren Kirchenbeitrag“

Für alle Fragen „rund um Ihren Kirchenbeitrag“ stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihrer Heimatgemeinde gerne zur Verfügung. Wir freuen uns aber selbstverständlich auch über Ihre Zuschrift.