Genuss des Naschens

Teil 3 von 4. Wie im ersten Teil unserer kleinen Artikelserie erläutert, verbrachte die junge Grazer Autorin Stefanie Lindner zwei Tage auf Burg Finstergrün, einem besonderen Ort der Evangelischen Kirche in Österreich, um Ihnen diesen Ort detailliert vorzustellen.

Genuss des Naschens

Stefanie Lindner erzählt

Alle Wege führen früher oder später in die Naschkammer: dort bekommt man Auskunft – und eben Schokolade. Die Kammer dient als Rezeption der Burg, wo eine Fülle von Souvenirs, T-Shirts und Broschüren bereit liegen. Interessanterweise schließt dieser Bereich direkt an die sogenannte Gruft an. Ursprünglich war sie als Aufbahrungszimmer gedacht, doch Särge passten nicht durch die verwinkelten Gänge, die zu diesem Raum führen. Obwohl das Zimmer nie als Gruft genutzt wurde, blieb der Name dennoch erhalten. Heute findet man darin eine kleine Bibliothek und einen Aufenthaltsraum, auf dem Boden spielen Kinder mit Bauklötzen. In der „Gruft“ gibt es WLAN, das ansonsten – es liegt in der Natur der dicken Wände – in Burg Finstergrün schwer zu finden ist. Doch genau das macht sie zu einem idealen Ort für „real reality“, wie Manfred Perko es nennt. „Es kommen Kinder hier her, die noch nie ein Lagerfeuer gemacht oder ihr Bett selbst bezogen haben“, erzählt er und lächelt breit. „Hier wird es Wirklichkeit für sie.“

Menschen sind die Burg

Während ich Manfred Perko erzählen höre, weiß ich, die Geschichte und die Geschichten der Burg könnten unzählige Seiten füllen. Doch bemerkenswert erscheint mir vor allem die enge Verbindung, die viele Menschen zu diesem Ort fühlen, an dem sie oft schon als Kinder Sommerfreizeiten erleben durften. Einige von ihnen setzen sich heute als Erwachsene ehrenamtlich für die Burg ein. Der gesamte Burgrat und die Organisation arbeiten unentgeltlich, nur das Küchen- und Hauspersonal wird bezahlt. Alle Ehrenamtlichen sind durch ihren hingebungsvollen Einsatz Teil der Geschichte von Burg Finstergrün geworden und haben die alten Gemäuer nachhaltig verändert. Manfred Perko betont, die Menschen seien die Burg. Der evangelische Pfarrer aus der Heilandskirche in Graz war schon als Kind hier, später dann als Burgvogt. Heute ist er im Burgrat tätig und engagiert sich im Besonderen für die Freizeiten der Evangelischen Jugend. Das Schöne an Finstergrün sei für ihn, betont er, „wenn Kinder herumwuseln und viele bunte Gruppen gemeinsam die Burg beleben“. Er hat Recht: Ohne das Engagement und Interesse junger Menschen und der zahlreichen Besucherinnen und Besucher wäre Finstergrün nur ein vereinsamter Ort auf einer Anhöhe über der Gemeinde Ramingstein.

Teil 4 unserer Artikelserie erscheint am kommenden Freitag, 24. Februar 2017.

Hier geht’s zu Teil 1 "Besuch auf Burg Finstergrün".
Hier geht’s zu Teil 2 "Schauer im Kellergewölbe".
Hier geht’s direkt zur Burg Finstergrün.

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